4 Gedanken zu „Überführung: Noch Plätze frei

  1. Liebe Zeffi-Segler,

    wollte Euch nur um ‚Achtsamkeit‘ bitten, dass sich auf den Segeltörns und Winterarbeiten (und den vielen anderen ‚Gelegenheiten‘) nicht noch einmal das ereignet, was einigen (wie vielen wissen wir ja nicht) Eurer Vorgänger in den 70ern die Seele geraubt hat.

    Denn es jährt sich der Tag bald zum 5. Mal als ein ganz kleines Stück davon sichtbar wurde. Ein ganz kleines Stück vom regelmäßigen sexuellen Missbrauch, der im Eichenkreuzheim durch X (er mochte lieber die 12-jährigen) und ebenfalls hier bzw. auf Segeltörns von Y (er mochte eher diie 16-jährigen Knaben) verübt wurde.

    Ich weiß, das ist ein unbequemes Thema. Aber das bleibt es auch für die Betroffenen (auch ich bin einer, wenn auch nicht Opfer dieser beiden Herren) ein Leben lang (trotz Therapie, Medikamenten etc.).

    Also nochmal: Seit achtsam!

    Gruß von T. Glörfeld

    • Es war kaum anders zu erwarten: Die Zensur hat bereits zugeschlagen. So erscheint der Eintrag als der eines Irren, den man ja getrost ignorieren kann. Der CVJM reagiert nicht anders als die Katholische Kirche und ist vor allem darum bemüht, das Ansehen und die Identität der Täter zu schützen.

  2. Die Namen im oben stehenden Kommentar wurden aus Persönlichkeitsschutzgründen geändert. Dies bedeutet nicht, dass wir an der Schuld der Genannten zweifeln.

    Sehr geehrter Herr Glörfeld,
    vielen Dank für Ihren Post. Uns im Vorstand des CVJM Kreisverbandes bewegen die Informationen, die wir 2010 erfahren haben auch weiterhin. Auch wenn wir nicht ermessen können, was dies für die Betroffenen bedeutet.
    Seitdem haben wir uns intensiv mit dem Thema sexueller Gewalt auseinandergesetzt und ein Schutzkonzept erarbeitet. Ein wesentlicher Bestandteil unserer Ausbildung der jugendlichen Mitarbeiter ist es, sie auf ihr Recht auf den eigenen Körper hinzuweisen und sie gleichzeitig dazu zu ermutigen, achtsam zu sein. Wir stellen Informationen zur Verfügung, was getan werden kann, wenn jemand den Verdacht hat, dass es zu sexueller Gewalt kommt. Es werden allen Teilnehmer der Mitarbeiterschulung und Mitarbeiter der Freizeiten Informationen über externe Beratungsstellen zur Verfügung gestellt. Alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sind dazu verpflichtet, erweiterte Führungszeugnisse vorzulegen.
    Uns ist bewusst, dass unsere Bemühungen um Achtsamkeit nie vollkommen ausschließen können, dass es zu Übergriffen kommt. Dennoch haben wir die Hoffnung, dass das Sprechen über die Möglichkeit von Übergriffen hilft, eben diese zu verhindern.
    Gerne würden wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen und auch persönlich über Ihre Erfahrungen im CVJM Kreisverband Moers sprechen. Kontakt können Sie aufnehmen über unseren Vorstandsvorsitzenden Rainer Geicke (http://cvjm-moers.de/ueber-uns/kontakt/).
    Herzliche Grüße
    Rainer Geicke, Thomas Grimme, Dieter Caspers und Meike Wittfeld (geschäftsführender Vorstand)

    • Sehr geehrte Damen und Herren,

      besten Dank für Ihre Antwort. Sie haben recht: Nichtbetroffene können niemals das nachempfinden, was Betroffene erlebt haben. Das macht das Verständnis und die Kommunikation schwierig.
      In Ihrer Antwort wird deutlich, dass Sie das Thema ernst nehmen und sich darum bemühen.
      Ich habe nicht die Zeit (und zur Zeit auch nicht die Nerven), das Thema zu vertiefen, da Retraumatisierungen natürlich unvermeidlich sind.
      Auf eines möchte ich aber hinweisen: Gerade das Klima und Menschenbild in christlichen Institutionen erschwert es den Opfern, sich zu wehren. Denn das wird ihnen im Namen der ‚Nächstenliebe‘ ja gründlich ausgetrieben (so habe zumindest ich es erlebt). Gelingt es den Tätern, das richtige Umfeld zu schaffen (Attraktion schaffen, Vertrauen aufbauen, Gegebenheiten schaffen, bei denen ein Entkommen ausgeschlossen ist – z.B. Segelkutter – ist es bis zum Missbrauch nur noch ein kleiner Schritt. Bei homosexuellem Missbrauch kommt die Scham hinzu, darüber niemals reden zu wollen bzw. zu können.

      Aber vielleicht haben ja die Mädchen aus den Männern Menschen gemacht (wenn auch sie natürlich potentielle Missbrauchsopfer sind).

      MfG
      T. Glörfeld

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